schwierige Frage.
Ohne Panik machen zu wollen - aber in Schatzi's Freundeskreis sind so gut wie alle Muetter Anfang 60 an Krebs gestorben. Fast alle. Ich war noch nie auf so vielen Beerdigungen wie hier.
Ich kann es nur als 'Angehoerige' beschreiben, aber das, was wir hier erlebt haben, liest sich nicht schoen.
Meine Schwiegermutter hatte Krebs - vom Brustkrebs, ueber Knochenkrebs, bis zum Gehirntumor. Es hat sich langsam ueber 5 Jahre ausgebreitet, und ich habe sie nicht 'gesund' kennengelernt. Aber die Behandlung hier war der Hammer.
Entweder kam sie von der Chemotherapie mit MRSA nach Hause, oder musste stundenlang im A&E warten (mit Darmblutungen), wurde in ein 16 Bett ward abgeschoben, in dem soviel Betrieb war, dass es wirklich auf keine Kuhhaut mehr ging (Besuchszeiten wurden nie eingehalten, andere Patienten hatten bis zu 8 Besucher gleichzeitig da, ueberall klingelten Handys, von Respekt und Wuerde konnte man nur traeumen.)
Und wir hatten die 'Sonderbehandlung' da Schatzis Bruder zu dem Zeitpunkt noch am UCHG als Arzt gearbeitet hat. Das heisst, er konnte eingreifen, konnte Ergebnisse schneller bekommen, ihr schneller Termine verschaffen, die richtigen Medikamente geben, ihren Fall mit den anderen Aerzten besprechen.
Ohne ihn waere sie wahrscheinlich noch viel eher gestorben.
Ich persoenlich moechte das hier nicht mitmachen, wobei sich die Frage nach der Alternative stellt - hier bin ich, wie du, pema, privat versichert - haette ich die VHI nicht, wuerde ich ziemliche Panik schieben. Man ist zwar meist trotzdem auf die facilities im Regional angewiesen, aber zumindest hat man nicht die extrem langen Wartelisten. In Deutschland habe ich keine Versicherung - ich denke nicht, dass dann eine Erkrankung so gut waere.